ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN

der FOOLHOUSE Media OG, im Folgenden kurz „FOOLHOUSE“

Stand: 25.09.2026

‍

§ 1 Geltungsbereich und Vertragsgrundlagen

(1) Geltungsbereich. Diese AGB gelten für alle Verträge und Leistungen von FOOLHOUSE, insbesondere für Konzeption, Film-, Video- und Fotoproduktion, Postproduktion, Content-Produktion und die Vermietung von Equipment. Sie gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes.

(2) Vertragsbestandteile und Rangfolge. Vertragsbestandteile sind in folgender Rangfolge:

  • das Angebot bzw. die Auftragsbestätigung von FOOLHOUSE,
  • projektbezogene Unterlagen wie Treatment, Drehbuch, Drehplan oder Leistungsbeschreibung,
  • die jeweils gültige Preisliste von FOOLHOUSE,
  • diese AGB.

Bei Widersprüchen geht der jeweils vorrangige Bestandteil vor.

(3) Laufende Geschäftsbeziehung. Diese AGB gelten in ihrer bei Vertragsabschluss gültigen Fassung auch für alle Folgeaufträge, selbst wenn nicht mehr ausdrücklich auf sie verwiesen wird.

(4) Keine Bedingungen des Auftraggebers. Allgemeine Geschäfts-, Einkaufs- oder sonstige Vertragsbedingungen des Auftraggebers gelten nur, wenn FOOLHOUSE ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt. Das gilt auch, wenn FOOLHOUSE ihnen nicht widerspricht oder in Kenntnis solcher Bedingungen Leistungen erbringt.

(5) Änderungen dieser AGB. Geänderte AGB gelten für Verträge, die nach ihrer Veröffentlichung abgeschlossen werden. Bei laufenden Dauerverträgen teilt FOOLHOUSE Änderungen mindestens vier Wochen vor ihrem Inkrafttreten schriftlich mit. Sie gelten als vereinbart, wenn der Auftraggeber nicht bis zum Inkrafttreten schriftlich widerspricht; auf diese Wirkung weist FOOLHOUSE in der Mitteilung ausdrücklich hin. Widerspricht der Auftraggeber, gelten die bisherigen AGB weiter und jede Partei kann den Dauervertrag zum Zeitpunkt des geplanten Inkrafttretens kündigen.

(6) Schriftform. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Schriftform. E-Mail genügt der Schriftform.

(7) Teilunwirksamkeit. Ist eine Bestimmung unwirksam oder undurchführbar, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Regelung, die ihrem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.

§ 2 Angebot und Vertragsabschluss

(1) Angebote. Angebote von FOOLHOUSE sind freibleibend. Die angebotenen Preise gelten 30 Tage ab Angebotsdatum, sofern im Angebot nichts anderes angegeben ist.

(2) Vertragsabschluss. Die Annahme eines Angebots durch den Auftraggeber stellt einen Auftrag dar, an den der Auftraggeber zwei Wochen ab Zugang gebunden ist. Das gilt auch für Aufträge ohne vorheriges Angebot, etwa Zusatzaufträge. Der Vertrag kommt durch Auftragsbestätigung, durch Übermittlung der Anzahlungsrechnung oder durch erkennbares Tätigwerden von FOOLHOUSE zustande. Eine bloße Eingangsbestätigung ist keine Annahme.

(3) Reservierung von Terminen. Drehtermine, Crew und Equipment werden erst mit Eingang der Anzahlung verbindlich reserviert. Bis dahin kann FOOLHOUSE über diese Termine anderweitig verfügen.

(4) Zugang von Erklärungen. Erklärungen per E-Mail gelten an Werktagen (Montag bis Freitag, ausgenommen österreichische Feiertage) zwischen 8:00 und 17:00 Uhr am selben Tag als zugegangen, sonst am nächsten Werktag um 8:00 Uhr.

§ 3 Leistungsumfang und Durchführung

(1) Leistungsumfang. Maßgeblich ist ausschließlich die schriftliche Leistungsbeschreibung laut § 1 Abs 2. Angaben aus anderen Quellen wie Präsentationen, Website, Social Media oder Showreels sind nicht Vertragsinhalt. Änderungen nach Auftragserteilung sind nur einvernehmlich möglich und können zu geänderten Preisen, Terminen und Fristen führen.

(2) Künstlerische Gestaltung. FOOLHOUSE erbringt die Leistungen fachgerecht nach dem Stand zum Zeitpunkt der Angebotslegung. Innerhalb des vereinbarten Briefings und der freigegebenen Unterlagen hat FOOLHOUSE künstlerische Gestaltungsfreiheit. Abweichungen vom persönlichen Geschmack des Auftraggebers sind kein Mangel.

(3) Freigaben. Der Auftraggeber gibt Konzept, Treatment bzw. Drehbuch, Rohschnitt und Feinschnitt jeweils schriftlich frei. Freigegebene Stände sind verbindlich. Änderungen an bereits freigegebenen Ständen sind Zusatzleistungen.

(4) Korrekturschleifen. Sofern das Angebot nichts anderes bestimmt, sind zwei Korrekturschleifen enthalten. Eine Korrekturschleife ist eine gesammelte schriftliche Rückmeldung des Auftraggebers zu einem Schnittstand. Weitere Korrekturen sowie Änderungen, die über das Briefing hinausgehen, werden nach Aufwand zum jeweils gültigen Stundensatz verrechnet.

(5) Drehtag und Überstunden. Ein Drehtag umfasst für alle Positionen (Crew, Operator, Equipment, Darsteller:innen) 8 Stunden ab dem vereinbarten Arbeitsbeginn. Überstunden werden je angefangener Stunde mit einem Achtel des jeweiligen Tagessatzes mal 1,5 verrechnet.

(6) Spesen. Reise-, Verpflegungs- und Nächtigungskosten sind gesondert zu ersetzen, soweit sie nicht ausdrücklich im Angebot enthalten sind.

(7) Sicherheit am Set. Entscheidungen der verantwortlichen Crew über die Sicherheit, insbesondere bei Drohnenflügen, Action- und Sportaufnahmen, Arbeiten in der Höhe oder bei Witterung, sind verbindlich. Wird eine Aufnahme aus Sicherheitsgründen, die FOOLHOUSE nicht zu vertreten hat, unterlassen oder abgebrochen, begründet dies keinen Mangel.

(8) Wetter. Das Wetterrisiko trägt der Auftraggeber. FOOLHOUSE entscheidet in Abstimmung mit dem Auftraggeber über eine wetterbedingte Verschiebung. Fällt die Entscheidung spätestens 48 Stunden vor Drehbeginn, wird der Drehtag ohne Ausfallsentschädigung verschoben; bereits angefallene, nicht stornierbare Kosten wie Reise, Unterkunft, Genehmigungen und Fremdleistungen sind zu ersetzen. Bei späterer Verschiebung gilt für den betroffenen Drehtag § 8 Abs 1.

(9) Ausfall von Crew. Fällt ein Crewmitglied aus, stellt FOOLHOUSE gleichwertigen Ersatz. Ist das nicht möglich, wird der Dreh ohne Ausfallsentschädigung für den Auftraggeber verschoben. Weitergehende Ansprüche bestehen nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit von FOOLHOUSE.

(10) Höhere Gewalt. Unvorhersehbare oder unabwendbare Ereignisse, insbesondere Unwetter, behördliche Anordnungen, Verkehrs- oder Reisebeschränkungen sowie Verzögerungen bei Zulieferern, verlängern Fristen und verschieben Termine um die Dauer des Ereignisses zuzüglich einer angemessenen Anlaufzeit. FOOLHOUSE informiert den Auftraggeber darüber schriftlich.

(11) Fremdleistungen. FOOLHOUSE darf Leistungen selbst erbringen oder sich Dritter bedienen. Bei vereinbarten Fremdleistungen wie Darsteller:innen, Sprecher:innen, Locations, Musik oder Spezialequipment schuldet FOOLHOUSE die fachgerechte Auswahl, Beauftragung und Koordination, nicht aber die Ausführung der Fremdleistung selbst. FOOLHOUSE kann Fremdleistungen im eigenen Namen oder im Namen des Auftraggebers beauftragen.

(12) Termine. Termine und Fristen sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind. Lieferfristen beginnen erst mit Eingang der Anzahlung und aller erforderlichen Mitwirkungsleistungen.

(13) Lieferung und Aufbewahrung. Geschuldet ist das Endprodukt in den vereinbarten Formaten als digitale Datei. Rohmaterial, Projektdateien und Zwischenstände werden nur herausgegeben, wenn dies gesondert vereinbart und vergütet ist. FOOLHOUSE bewahrt das Endprodukt zwölf Monate und das Rohmaterial drei Monate ab Übergabe auf, ohne dafür eine Gewähr zu übernehmen; danach kann es ohne weitere Ankündigung gelöscht werden. Für die Sicherung übergebener Dateien ist der Auftraggeber selbst verantwortlich.

(14) Beigestellte Gegenstände. Vom Auftraggeber beigestellte Produkte, Requisiten und Materialien sind binnen 30 Tagen nach Projektende abzuholen. Nach Ablauf einer schriftlichen Nachfrist von 14 Tagen darf FOOLHOUSE sie auf Kosten des Auftraggebers einlagern oder entsorgen. Für beigestellte Gegenstände haftet FOOLHOUSE nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit; die Versicherung obliegt dem Auftraggeber.

§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

(1) Allgemeines. Der Auftraggeber benennt einen entscheidungsbefugten Ansprechpartner und stellt alle für die Leistung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Logos, Produkte und Zugänge rechtzeitig, unentgeltlich und in verwertbarer Form zur Verfügung.

(2) Locations und Genehmigungen. Der Auftraggeber verschafft den Zugang zu eigenen oder von ihm genannten Locations samt den dafür nötigen Drehgenehmigungen. Behördliche Genehmigungen, etwa für öffentliche Flächen oder Drohnenflüge, holt FOOLHOUSE nur ein, soweit dies im Angebot enthalten ist.

(3) Mitwirkende Personen. Stellt der Auftraggeber Mitarbeiter:innen, Kund:innen, Gäste oder sonstige Personen für Aufnahmen bereit, oder halten sich solche Personen auf seinen Locations auf, holt der Auftraggeber deren Einwilligung zur Aufnahme und Veröffentlichung ein, insbesondere im Hinblick auf den Bildnisschutz nach § 78 UrhG und das Datenschutzrecht.

(4) Beigestelltes Material. Der Auftraggeber sichert zu, über alle Rechte an beigestellten Inhalten wie Logos, Marken, Texten, Bildern, Videos und Musik zu verfügen. Er hält FOOLHOUSE gegenüber Ansprüchen Dritter aus der Verwendung dieser Inhalte schad- und klaglos und unterstützt FOOLHOUSE bei deren Abwehr.

(5) Rückmeldungen. Rückmeldungen und Freigaben erfolgen binnen fünf Werktagen ab Anforderung, sofern nichts anderes vereinbart ist. Bei verspäteter, mangelhafter oder unterlassener Mitwirkung verschieben sich alle Termine und Fristen entsprechend. Der Auftraggeber ersetzt den dadurch entstehenden Mehraufwand. FOOLHOUSE darf die Arbeit in diesem Fall unterbrechen und andere Aufträge vorziehen.

(6) Rechtliche Prüfung. FOOLHOUSE erbringt die eigenen Leistungen so, dass sie nicht an sich rechtswidrig sind. Die Prüfung, ob Inhalte und deren geplante Verwendung zulässig sind, insbesondere in wettbewerbs-, werbe-, marken-, kennzeichnungs- und datenschutzrechtlicher Hinsicht sowie nach branchenspezifischen Werbebeschränkungen, obliegt dem Auftraggeber.

§ 5 Nutzungsrechte

(1) Grundsatz. Sämtliche Urheber- und Leistungsschutzrechte an den Leistungen von FOOLHOUSE verbleiben bei FOOLHOUSE bzw. deren Lizenzgebern. Der Auftraggeber erhält daran eine Werknutzungsbewilligung (nicht exklusives Nutzungsrecht) im nachstehend bzw. im Angebot beschriebenen Umfang.

(2) Rechteeinräumung erst nach Bezahlung. Die Nutzungsrechte werden erst mit vollständiger Bezahlung des vereinbarten Entgelts eingeräumt. Eine Veröffentlichung vor vollständiger Bezahlung ist nur mit schriftlicher Zustimmung von FOOLHOUSE zulässig. Eine solche Zustimmung kann bei Zahlungsverzug widerrufen werden.

(3) Basisnutzung (inklusive). Soweit im Angebot nichts anderes vereinbart ist, umfasst die Werknutzungsbewilligung die zeitlich unbefristete, räumlich unbeschränkte und nicht exklusive Nutzung auf den eigenen Kommunikationskanälen des Auftraggebers und der mit ihm verbundenen Unternehmen (§ 189a Z 8 UGB). Eigene Kommunikationskanäle sind insbesondere:

  • Website,
  • eigene Social-Media-Kanäle ohne bezahlte Reichweite,
  • Newsletter,
  • Präsentationen,
  • Messen und Veranstaltungen,
  • interne Kommunikation.

(4) Dienstleister des Auftraggebers. Der Auftraggeber darf die Leistungen an von ihm beauftragte Agenturen und Dienstleister weitergeben, soweit diese sie ausschließlich für den Auftraggeber im vereinbarten Umfang verwenden.

(5) Erweiterte Nutzung. Folgende Nutzungen bedürfen einer gesonderten Vereinbarung. Sofern im Angebot nichts anderes vereinbart ist, werden sie mit folgendem Aufschlag auf das Produktionshonorar verrechnet:

  • bezahlte Online-Werbung (z. B. Paid Social, Pre-Roll, Display), weltweit: 10 %,
  • Fernsehen, Kino und Außenwerbung einschließlich bezahlter Online-Werbung in Deutschland, Österreich und der Schweiz: 20 %,
  • Fernsehen, Kino und Außenwerbung einschließlich bezahlter Online-Werbung weltweit: 25 %.

Produktionshonorar ist das Nettoentgelt der Leistungen von FOOLHOUSE ohne weiterverrechnete

Fremdkosten und Buyouts. Erweiterte Nutzungsrechte gelten zeitlich unbefristet und nicht exklusiv. Die

Weitergabe oder Unterlizenzierung an sonstige Dritte sowie die Einräumung exklusiver Rechte

(Werknutzungsrecht) werden gesondert vereinbart und verrechnet.

(6) Rechte Dritter. Rechte an Leistungen Dritter, insbesondere von Darsteller:innen, Sprecher:innen, Musik, Archiv- und Stockmaterial, werden nur im Umfang der jeweiligen Lizenz bzw. des im Angebot ausgewiesenen Buyouts eingeräumt. Buyouts werden ohne Aufschlag weiterverrechnet. Fehlt eine Angabe im Angebot, gilt für Darsteller:innen und Sprecher:innen die Basisnutzung für zwölf Monate ab Erstveröffentlichung. Nach Ablauf hat der Auftraggeber die betreffenden Inhalte nicht weiter zu verbreiten, sofern nicht eine Verlängerung vereinbart wird. Der Auftraggeber hat die ihm bekanntgegebenen Lizenzbedingungen Dritter einzuhalten.

(7) Bearbeitungsverbot. Die Leistungen dürfen ausschließlich in der von FOOLHOUSE abgenommenen Fassung genutzt werden. Jede Bearbeitung oder Veränderung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung von FOOLHOUSE. Das betrifft insbesondere:

  • Kürzungen, Neuschnitte, Umstellungen und Formatfassungen,
  • Änderungen an Farbe, Ton, Musik, Text oder Grafik,
  • das Hinzufügen oder Entfernen von Elementen, Logos oder Credits,
  • die Übernahme von Ausschnitten in andere Werke,
  • Bearbeitungen mittels KI.

Zulässig ohne Zustimmung sind rein technische Anpassungen, die für die Veröffentlichung auf den

vereinbarten Kanälen erforderlich sind und den Inhalt nicht verändern, etwa Dateiformat, Kompression

oder Auflösung. Ebenfalls zulässig sind unveränderte Standbilder als Vorschaubild für die Leistung selbst.

Bearbeitungen, Formatfassungen, Untertitel und Übersetzungen erstellt FOOLHOUSE auf Wunsch gegen

gesonderte Verrechnung.

(8) Unzulässige Nutzung. Der Auftraggeber teilt vor Vertragsabschluss mit, ob eine erweiterte Nutzung nach Abs 5 geplant ist, und erteilt FOOLHOUSE auf Verlangen Auskunft über Art und Umfang der tatsächlichen Nutzung. Bei unzulässiger Bearbeitung oder bei Nutzung über den vereinbarten Umfang hinaus steht FOOLHOUSE unbeschadet weiterer Ansprüche ein Entgelt in Höhe des Doppelten des für eine solche Nutzung angemessenen Entgelts zu (§ 87 Abs 3 UrhG).

(9) Nicht umfasst. Nicht umfasst sind Rohmaterial, Projektdateien und Zwischenstände sowie die Verwendung der Leistungen zum Training von KI-Systemen, sofern nicht ausdrücklich vereinbart.

(10) Referenz und Nennung. FOOLHOUSE darf in branchenüblicher Form, etwa im Abspann oder im Beschreibungstext, auf die eigene Urheberschaft hinweisen. FOOLHOUSE darf das Endprodukt, Ausschnitte, Standbilder und Behind-the-Scenes-Material sowie Name und Logo des Auftraggebers zur Eigenwerbung nutzen, etwa auf Website, Social Media, im Showreel und bei Wettbewerben. Diese Nutzung beginnt mit der Veröffentlichung durch den Auftraggeber, spätestens drei Monate nach Übergabe. Wünscht der Auftraggeber eine Einschränkung, etwa bei vertraulichen Projekten, ist dies vor Vertragsabschluss schriftlich zu vereinbaren.

(11) Konzepte und Pitches. Konzepte, Treatments, Ideen und Präsentationen, die FOOLHOUSE vor Auftragserteilung vorlegt, bleiben geistiges Eigentum von FOOLHOUSE. Das gilt auch für Werbeideen, Slogans und Gestaltungsansätze, die keinen urheberrechtlichen Schutz genießen. Der Auftraggeber darf sie ohne Beauftragung von FOOLHOUSE weder selbst verwerten noch durch Dritte verwerten lassen. Meint der Auftraggeber, eine präsentierte Idee bereits vorher gekannt zu haben, hat er dies binnen 14 Tagen nach der Präsentation schriftlich und nachvollziehbar mitzuteilen. Bei Verwertung ohne Beauftragung steht FOOLHOUSE ein angemessenes Entgelt zu.

§ 6 Entgelt

(1) Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro zuzüglich Umsatzsteuer in der gesetzlichen Höhe.

(2) Kostenvoranschläge. Ein als Kostenvoranschlag bezeichnetes Angebot ist unverbindlich. Ist absehbar, dass die tatsächlichen Kosten den Kostenvoranschlag um mehr als 15 % übersteigen, weist FOOLHOUSE den Auftraggeber schriftlich darauf hin. Der Auftraggeber kann binnen einer Woche nach diesem Hinweis gegen Bezahlung der bis dahin erbrachten Leistungen vom Vertrag zurücktreten; andernfalls gilt die Überschreitung als genehmigt. Überschreitungen bis 15 % gelten als von vornherein genehmigt.

(3) Pauschale und Aufwand. Eine Pauschale deckt alle zur Ausführung der vereinbarten Leistungen notwendigen Leistungen ab. Ausgenommen sind Mehrkosten durch unvorhersehbare Ereignisse, durch nicht vertragsgemäße Mitwirkung des Auftraggebers und durch Mängel beigestellter Leistungen. Ist der Aufwand als circa, voraussichtlich oder geschätzt angegeben, wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.

(4) Zusatzleistungen. Leistungen, die nicht ausdrücklich im vereinbarten Entgelt enthalten sind, werden gesondert verrechnet.

(5) Kontingente. Vereinbarte Kontingente, etwa an Drehtagen oder Stunden, sichern die Verfügbarkeit von FOOLHOUSE im jeweiligen Zeitraum. Nicht in Anspruch genommene Kontingente verfallen am Ende des Zeitraums ohne Entgeltminderung, sofern die Nichtinanspruchnahme nicht von FOOLHOUSE zu vertreten ist.

(6) Keine Offenlegung von Einkaufspreisen. Kalkulationen, Einkaufspreise, Gagen und Verträge mit Dritten sind Geschäftsgeheimnisse von FOOLHOUSE. Ein Anspruch des Auftraggebers auf deren Offenlegung besteht nicht, auch nicht bei weiterverrechneten Buyouts.

(7) Preisanpassung. Bei Dauerverträgen darf FOOLHOUSE die Preise einmal jährlich entsprechend der Veränderung des Verbraucherpreisindex 2020 anpassen. Bei Projekten, deren Durchführung mehr als vier Monate nach Vertragsabschluss beginnt, darf FOOLHOUSE nachgewiesene Kostensteigerungen bei Fremdleistungen weiterverrechnen.

§ 7 Zahlung

(1) Anzahlung. Bei Auftragserteilung sind 50 % des vereinbarten Entgelts per Anzahlungsrechnung zu bezahlen. Mit der Umsetzung beginnt FOOLHOUSE nach Eingang der Anzahlung.

(2) Restzahlung. Die restlichen 50 % werden mit Fertigstellung, also mit Übergabe des Endprodukts, per Schlussrechnung verrechnet.

(3) Abweichende Abrechnung. Dauerverträge werden monatlich im Nachhinein abgerechnet. Bei Projekten mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten darf FOOLHOUSE Teilleistungen verrechnen. Bei Neukunden, bei umfangreichen Fremdleistungen, nach früherem Zahlungsverzug oder bei Anzeichen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Auftraggebers darf FOOLHOUSE Vorauszahlung in Höhe der nächsten Teilleistung bzw. der Fremdkosten verlangen.

(4) Fälligkeit. Rechnungen sind mit Zugang fällig und binnen 14 Tagen ohne Abzug durch Überweisung auf das angegebene Konto zu bezahlen. Barzahlung ist ausgeschlossen.

(5) Zahlungsverzug. Bei Zahlungsverzug schuldet der Auftraggeber Verzugszinsen gemäß § 456 UGB sowie den Pauschalbetrag gemäß § 458 UGB. Zusätzlich ersetzt er alle zur zweckentsprechenden Betreibung notwendigen Kosten, insbesondere Mahn-, Inkasso- und Anwaltskosten.

(6) Leistungsstopp und Rücktritt. Nach erfolgloser Mahnung mit einer Nachfrist von mindestens sieben Tagen darf FOOLHOUSE alle erbrachten Leistungen, auch aus anderen Verträgen mit dem Auftraggeber, sofort abrechnen und fällig stellen. FOOLHOUSE darf weitere Leistungen sowie die Übergabe des Endprodukts bis zur vollständigen Bezahlung zurückhalten. Nach einer weiteren erfolglosen Mahnung mit einer Nachfrist von mindestens sieben Tagen darf FOOLHOUSE von allen Verträgen zurücktreten; § 8 Abs 4 gilt entsprechend.

(7) Aufrechnung und Zurückbehaltung. Der Auftraggeber darf nur mit Forderungen aufrechnen, die FOOLHOUSE schriftlich anerkannt hat oder die gerichtlich festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht des Auftraggebers ist ausgeschlossen.

(8) Ratenzahlung. Bei vereinbarter Ratenzahlung tritt Terminverlust ein, wenn auch nur eine Rate nicht fristgerecht bezahlt wird.

(9) Eigentumsvorbehalt. Gelieferte Waren und Datenträger bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum von FOOLHOUSE. Für die Nutzungsrechte gilt § 5 Abs 2.

§ 8 Stornierung, Verschiebung und Rücktritt

(1) Stornierung durch den Auftraggeber. Tritt der Auftraggeber vom Vertrag zurück, ohne dass FOOLHOUSE dafür einen wichtigen Grund gesetzt hat, schuldet er eine Ausfallsentschädigung in Prozent des vereinbarten Nettoentgelts. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Zugangs der Stornierung vor dem ersten Drehtag bzw. vor dem vereinbarten Leistungsbeginn:

  • bis 31 Tage vorher: 25 %,
  • 30 bis 8 Tage vorher: 50 %,
  • 7 bis 3 Tage vorher: 75 %,
  • ab 2 Tage vorher oder bei Nichterscheinen: 100 %.

Mindestens schuldet der Auftraggeber das Entgelt für bereits erbrachte Leistungen, etwa Konzeption und

Vorproduktion, sowie alle nicht stornierbaren Fremdkosten. Geleistete Anzahlungen werden angerechnet.

(2) Verschiebung durch den Auftraggeber. Eine Verschiebung auf Wunsch des Auftraggebers ist einmalig ohne Ausfallsentschädigung möglich, wenn sie spätestens 14 Tage vor dem ersten Drehtag schriftlich verlangt wird und der neue Termin innerhalb von drei Monaten liegt. Bereits angefallene, nicht stornierbare Kosten sind zu ersetzen. Jede spätere oder weitere Verschiebung gilt für die betroffenen Drehtage als Stornierung nach Abs 1.

(3) Rücktritt durch den Auftraggeber wegen Verzugs. Der Auftraggeber kann wegen Verzugs von FOOLHOUSE erst zurücktreten, nachdem er schriftlich eine angemessene, mindestens 14-tägige Nachfrist gesetzt hat.

(4) Rücktritt durch FOOLHOUSE. FOOLHOUSE darf aus wichtigem Grund vom Vertrag zurücktreten, insbesondere bei Zahlungsverzug nach § 7 Abs 6, bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Auftraggebers oder dessen Abweisung mangels Vermögens, bei schwerwiegender Verletzung von Mitwirkungspflichten oder wenn die gewünschten Inhalte rechtswidrig sind. In diesen Fällen gilt Abs 1 entsprechend.

§ 9 Abnahme und Gewährleistung

(1) Abnahme. Der Auftraggeber prüft das Endprodukt binnen acht Werktagen nach Übergabe und nimmt es schriftlich ab oder rügt Mängel schriftlich, detailliert und nachvollziehbar. Die Abnahme gilt als erfolgt, wenn innerhalb dieser Frist keine Rüge erfolgt oder der Auftraggeber das Endprodukt veröffentlicht oder nutzt. Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.

(2) Verdeckte Mängel. Mängel, die bei sorgfältiger Prüfung nicht erkennbar waren, sind binnen acht Werktagen ab Erkennbarkeit schriftlich zu rügen.

(3) Folgen verspäteter Rüge. Bei nicht rechtzeitiger Rüge sind Ansprüche aus Gewährleistung sowie Schadenersatzansprüche wegen des Mangels selbst ausgeschlossen.

(4) Gewährleistung. Die Gewährleistungsfrist beträgt sechs Monate ab Übergabe. FOOLHOUSE ist zunächst zur Verbesserung berechtigt. Erst wenn die Verbesserung zweimal fehlschlägt, kann der Auftraggeber Preisminderung oder bei wesentlichen Mängeln Wandlung verlangen. Die Behebung eines Mangels verlängert die Gewährleistungsfrist nicht. Das Vorliegen des Mangels bei Übergabe hat der Auftraggeber zu beweisen.

(5) Garantien Dritter. Garantien Dritter, etwa von Herstellern, sind direkt beim Dritten geltend zu machen.

§ 10 Haftung

(1) Haftungsausschluss bei leichter Fahrlässigkeit. FOOLHOUSE haftet nicht für leichte Fahrlässigkeit. Das gilt nicht für Personenschäden.

(2) Haftungshöchstbetrag. Die Haftung für grobe Fahrlässigkeit ist mit dem Nettoentgelt des betroffenen Auftrags begrenzt, bei Dauerverträgen mit dem Nettoentgelt der letzten zwölf Monate. Die Begrenzung gilt nicht bei Vorsatz, krass grober Fahrlässigkeit und Personenschäden.

(3) Mittelbare Schäden. Soweit nicht Vorsatz, krass grobe Fahrlässigkeit oder ein Personenschaden vorliegt, haftet FOOLHOUSE nicht für entgangenen Gewinn, Folgeschäden, Mediakosten, Schaltkosten und Kosten eines Rückrufs oder einer Neuveröffentlichung.

(4) Verlust von Drehmaterial. Geht Drehmaterial vor Übergabe ohne Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit von FOOLHOUSE verloren, wird FOOLHOUSE die betroffenen Aufnahmen nachdrehen und trägt dabei die Kosten der eigenen Leistungen. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.

(5) Fremdleistungen. Für vereinbarte Fremdleistungen haftet FOOLHOUSE nur für Verschulden bei der Auswahl der Dritten. Für Dritte, die der Auftraggeber ausgewählt hat, haftet FOOLHOUSE nicht.

(6) Plattformen und Erfolg. FOOLHOUSE haftet nicht für Änderungen, Einschränkungen oder Sperren durch Plattformen wie YouTube, Meta oder TikTok. Ein bestimmter Werbeerfolg, etwa Reichweite, Aufrufe oder Verkäufe, ist nicht geschuldet.

(7) Erfüllungsgehilfen. Diese Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter:innen und Erfüllungsgehilfen von FOOLHOUSE.

(8) Verjährung. Schadenersatzansprüche des Auftraggebers verjähren sechs Monate ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens drei Jahre nach dem schädigenden Ereignis.

(9) Versicherung. FOOLHOUSE verfügt über eine Betriebshaftpflichtversicherung; Drohnenflüge erfolgen mit der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung. Eine darüber hinausgehende Versicherung kann auf Kosten des Auftraggebers vereinbart werden.

(10) Keine Schutzwirkung zugunsten Dritter. Der Vertrag entfaltet keine Schutzwirkung zugunsten Dritter.

§ 11 Geheimhaltung und Kundenschutz

(1) Geheimhaltung. Beide Vertragspartner behandeln Geschäftsgeheimnisse des jeweils anderen während der Zusammenarbeit und drei Jahre danach vertraulich. Geschäftsgeheimnisse sind insbesondere Kalkulationen, Konzepte, Strategien, Vertragsdetails und unveröffentlichte Inhalte. Das gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, und nicht für Offenlegungen, zu denen eine gesetzliche Pflicht besteht oder die gegenüber zur Verschwiegenheit verpflichteten Berater:innen erfolgen.

(2) Unveröffentlichte Inhalte. FOOLHOUSE hält unveröffentlichte Inhalte des Auftraggebers bis zu deren Veröffentlichung vertraulich; § 5 Abs 10 bleibt unberührt.

(3) Kundenschutz. Während der Zusammenarbeit und zwölf Monate danach wird der Auftraggeber Mitarbeiter:innen und freie Mitarbeiter:innen, die FOOLHOUSE für ihn eingesetzt hat, weder abwerben noch ohne schriftliche Zustimmung von FOOLHOUSE direkt für vergleichbare Leistungen beauftragen. Ausgenommen sind Personen, mit denen der Auftraggeber nachweislich bereits vorher zusammengearbeitet hat. Bei Verstoß schuldet der Auftraggeber eine Vertragsstrafe von 30 % des an die betreffende Person bezahlten Entgelts, mindestens jedoch EUR 2.500 je Verstoß.

§ 12 Datenschutz

(1) Beide Vertragspartner halten die Bestimmungen der DSGVO und des DSG ein.

(2) Soweit FOOLHOUSE personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Vertragspartner auf Verlangen eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art 28 DSGVO ab.

(3) Für Einwilligungen mitwirkender Personen gilt § 4 Abs 3.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Erfüllungsort und Gerichtsstand. Erfüllungsort ist der Sitz von FOOLHOUSE. Für alle Streitigkeiten ist ausschließlich das für den Sitz von FOOLHOUSE sachlich zuständige Gericht zuständig. FOOLHOUSE darf den Auftraggeber auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand klagen.

(2) Anwendbares Recht. Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts.

(3) ÖNORMEN. Vertragliche ÖNORMEN gelten nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart sind.

(4) Rechtsnachfolge. FOOLHOUSE darf den Vertrag mit allen Rechten und Pflichten auf einen Rechtsnachfolger, insbesondere im Zuge einer Umwandlung, Einbringung oder Übertragung des Unternehmens, sowie auf ein verbundenes Unternehmen übertragen. Der Auftraggeber stimmt dem bereits jetzt zu.

(5) Sprache. Bei Übersetzungen dieser AGB ist der deutsche Wortlaut maßgeblich.

‍